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Alegre - in Spanien (Arche Noah)

 

Heute war wieder einmal so ein verrückter Tag. Ich war an einer Sitzung und wurde 17 Mal angerufen. Zuerst wollte ich gar nicht abnehmen - ich habe ja auch noch ein Privatleben! - aber dann tat ich es doch, weil es ja auch etwas sehr Wichtiges hätte sein können. Und … wieder einmal handelte es sich um einen angefahrenen Hund (wie Elsa). Das geschah in Obejo. Als ich an den Ort kam, wo der Unfall geschah und den Hund zum ersten Mal sah, dachte ich, er mache nächstens seinen letzten Atemzug. Von weitem sah man gar nicht, ob er noch atmete oder sich bewegte. Mit stark klopfendem Herzen näherte ich mich ihm und wusste gar nicht, ob ich bereit wäre, einen weiteren toten oder sterbenden Hund zu sehen. Und dann die Überraschung. Als ich mich ihm näherte, versuchte er ganz leicht den Kopf zu heben und wedelte mit dem Schwanz. Welche Freude! Mit meinen Händen gab ich ihm zu trinken. Er konnte sich nicht bewegen und langsam, ganz langsam zogen wir ihn auf eine Decke. Ganz vorsichtig versuchten wir ihn zu bewegen, um seine Vorderbeine zu schonen, die schlimm aussahen. Wir hatten keine Ahnung, was für Verletzungen er haben könnte. Auf den ersten Blick sah man keine äusseren Verletzungen, aber eine riesige Beule und ein paar kleine Schnitt- oder Risswunden, aus denen zwar kein Blut, aber rosarote Flüssigkeit lief. Zu keiner Zeit versuchte uns der Hund zu beissen, er schaute uns nur unverwandt an, als ob er fragen möchte, was da mit ihm geschah. Er hörte nicht mehr auf zu wedeln.

Dank Rosa und Rocio Lopez konnten wir den Hund nach Rabanales in die Tierklinik bringen. Er ist sehr mager und wir schätzen ihn auf ein Jahr oder wenig darüber. Wir vermuten, dass er ein Pointer-Mischlingsrüde ist. Er ist sehr sehr zärtlich.


Ich komme jetzt eben aus der Tierklinik von Rabanales. Gottseidank hat er nichts gebrochen und man muss nicht um sein Leben bangen.

Sie haben ihn geröntgt und ich schwöre euch, ich habe noch nie so etwas gesehen wie auf diesen Aufnahmen. Seine beiden Vorderbeine waren voll von Schrotkörnern. Zum Glück waren keine Knochen verletzt. Darum nehmen wir an, dass die Verletzungen durch einen Querschläger verursacht wurden. Wenn absichtlich auf ihn geschossen worden wäre, wären seine Beinknochen kaputt gegangen. Die Schrotkörner haben sich in seine Haut eingegraben und es entstand eine Entzündung und dadurch die grosse Beule.

Er musste in der Klinik bleiben, damit die Entzündung behandelt werden kann. Sie werden ihm beide Beine einbinden, um die Geschwulst zu verkleinert und sie werden ihn an einen Tropf hängen, weil er so abgemagert ist. Und dann braucht er gutes Futter und viel Liebe. Er hat nie aufgehört, uns dankbar anzuschauen und fröhlich zu wedeln.

Darum haben wir ihn ALEGRE getauft. Wir wissen, dass das ein ¿?¿?¿? Name ist, aber als ich ihn das erste Mal sah, wie er uns anschaute und dann zu wedeln begann, dachte ich bei mir: Na so was, es geht diesem Hund miserabel und dennoch empfängt er uns so fröhlich.


Das ist Alegre, die Hundegeschichte, die direkt von Patricia kam.

 

 

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